Die Bezahlkarte ist in ihrer jetzigen Form diskriminierend und integrationshemmend gestaltet. Durch Restriktionen wie Bargeldobergrenzen, eingeschränkte Überweisungsmöglichkeiten und eine geografische Begrenzung schränkt sie Menschen in alltäglichen Situationen aktiv ein. Zusätzlich ist die Bezahlkarte für die Kommunen ein weiterer Verwaltungs- und Kostenaufwand. Wir sollten daher die Abschaffung der Bezahlkarte anstreben.
Gleichzeitig ist die Idee einer bargeldlosen Bereitstellung von staatlichen Zuwendungen in Zeiten zunehmender digitaler und bargeldloser Bezahlmöglichkeiten in Form einer Bankkarte grundsätzlich eine richtige. Mit einem Konto für alle, könnten Geflüchtete selbst frei entscheiden, ob und wann sie mit Bargeld oder mit Karte zahlen. Die Restriktionen der Bezahlkarte verhindern aktiv diese Selbstbestimmung. Daher ist es sinnvoll, die Abschaffung der Restriktionen der Bezahlkarte und eine Gestaltung der Karte mit Kontoverknüpfung als Alternative zur vollständigen Abschaffung der Karte zu berücksichtigen. Sollte allerdings die Abschaffung der Karte sowie die Aufhebung der Restriktionen und eine Kontoverknüpfung der Karte nicht möglich sein, ist es weiterhin sinnvoll, sich für mehr Spielraum der Kommunen sowie für eine Opt-out-Option einzusetzen.