Das mehrstufige DaZ-Konzept ist schulartübergreifend angelegt und daher im Inklusionskapitel sachgerechter verortet als ausschließlich im Grundschulkapitel.
Eine wissenschaftliche Evaluation ist notwendig, um zu überprüfen, wie wirksam die bestehenden Strukturen und Übergänge des DaZ-Konzepts sind und an welchen Stellen Weiterentwicklungsbedarf besteht. Entscheidend ist dabei, die sehr unterschiedlichen Voraussetzungen der Schüler*innen stärker zu berücksichtigen. Sie unterscheiden sich nicht nur in ihren Deutschkenntnissen, sondern auch hinsichtlich ihrer bisherigen Bildungswege, schulischen Erfahrungen, fachlichen Kompetenzen und Alphabetisierung. Dauer und Ausgestaltung der DaZ-Förderung dürfen deshalb nicht allein an Aufenthaltsdauer oder starren Stufenmodellen ausgerichtet sein. Eine stärkere Orientierung an der individuellen Lernausgangslage und Bildungsbiografie ermöglicht passgenauere Förderung und trägt dazu bei, dass Schüler*innen möglichst erfolgreich am Regelunterricht teilhaben und ihre Bildungspotenziale ausschöpfen können.