Seit vielen Jahrzehnten belegen internationale Studien und die Erfolge anderer Länder z.B. in der PISA-Studie, dass das längere gemeinsame Lernen erfolgreicher ist als ein System, das nach 4 Jahren die Kinder auf zwei weiterführende Systeme aufteilt. Eine 6-jährige Grundschule würde Kindern mehr Zeit geben, ihre Potentiale auszuschöpfen. Aber wie realistisch ist es, dass sich Grundschulen und ihre Schulträger auf diesen Weg machen? Es würde bauliche Erweiterungen für 2 Jahrgänge an den Grundschulen bedeuten, nicht nur Klassenräume, sondern auch Fachräume und Sporthallen. Die weiterführenden Schulen vor Ort verlören 2 Jahrgänge. Personal würde hier abgebaut und versetzt oder abgeordnet werden. Eine Separation nach der 6. Klasse wäre dann wieder Realität, und zwar in der für die Entwicklung einer Selbstwirksamkeit sehr sensiblen Phase der Pubertät.
Für die Schule des gemeinsamen Lernens bis zur 10. Klasse spricht:
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Verringerung der strukturellen Diskriminierung
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Mehr Zeit für Persönlichkeitsentwicklung und Ausschöpfen der individuellen Leistungspotentiale nach dem Growth Mindset
In SH gibt es bereits etwa 40 Grund- und Gemeinschaftsschulen, die ohne Änderung der Infrastruktur das Modellprojekt durchführen könnten. Wenn eine kleine einstellige Zahl dieser Schulen sich dazu entscheidet, den Weg zu gehen, können sie die entsprechende Unterstützung im größeren Rahmen als die Experimentierklausel bekommen. Damit bilden sie Vorbilder für längeres gemeinsames Lernen.