Bildungschancen dürfen nicht davon abhängen, wie viel Geld eine Familie zur Verfügung hat. Gleichzeitig entstehen im Schulalltag weiterhin Kosten für Lernmaterialien, Arbeitshefte, besondere Unterrichtsmaterialien oder Klassenfahrten, die Familien unterschiedlich stark belasten. Eine schrittweise Weiterentwicklung der Lernmittelfreiheit und gemeinsam nutzbare Materialpools können dazu beitragen, diese finanzielle Belastung zu reduzieren.
Zugleich bestehen mit den Leistungen für Bildung und Teilhabe bereits Unterstützungsangebote für Kinder und Jugendliche aus Familien mit geringem Einkommen. Diese Leistungen erreichen Anspruchsberechtigte jedoch nicht immer, weil Ansprüche und Antragsmöglichkeiten teilweise nicht bekannt sind oder der Zugang als kompliziert wahrgenommen wird. Schulen stehen in regelmäßigem Kontakt mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien und können deshalb eine wichtige vermittelnde Rolle übernehmen. Sie sollen keine zusätzliche Sozialberatung leisten, aber über bestehende Unterstützungsmöglichkeiten informiert sein und niedrigschwellig auf diese hinweisen können.