Eine verlässliche Datengrundlage ist Voraussetzung dafür, Bildungswege und Übergänge besser zu verstehen und bildungspolitische Maßnahmen gezielt weiterzuentwickeln. Bislang lassen sich Bildungsverläufe häufig nur ausschnittsweise nachvollziehen, wodurch wichtige Erkenntnisse etwa zu Übergängen, Bildungsabbrüchen oder Unterstützungsbedarfen verloren gehen.
Eine Bildungs-ID bietet gegenüber einer reinen Schüler*innen-ID den Vorteil, Bildungsbiografien umfassender abzubilden und nicht erst mit dem Schuleintritt zu beginnen. Perspektivisch können so auch Übergänge von der frühkindlichen Bildung in die Schule sowie von der Schule in Ausbildung und weitere Bildungswege besser untersucht werden. Damit können bestehende Daten für Bildungsplanung und Forschung sinnvoller genutzt und Maßnahmen stärker auf tatsächliche Bedarfe ausgerichtet werden. Dabei müssen Datenschutz und Datensparsamkeit leitend bleiben.