Resilienz und Versorgungssicherheit sind keine Gegensätze zum Klimaschutz, sondern seine logische Fortsetzung: Wer erneuerbare Energien konsequent ausbaut, macht sein Land automatisch unabhängiger von Krisen, Importen und geopolitischen Verwerfungen. Dieser Antrag macht diesen Zusammenhang an zwei konkreten, technisch bereits greifbaren Stellen sichtbar.
Die Öffnung des Schwarzstart-Marktes für Batteriespeicher ist naheliegend: Die Beschaffung erfolgt bereits seit 2023 marktgestützt, moderne Speicher mit netzbildenden Wechselrichtern sind technisch dazu in der Lage, und Schleswig-Holstein hat mit dem Großspeicher in Bollingstedt schon heute einen Vorzeigestandort. Die technische Machbarkeit wurde bereits in Bordesholm in 2019 im Großversuch der Versorgungsbetriebe Bordesholm (VBB) bestätigt. Eine ausdrückliche politische Unterstützung für die technologieoffene Einbeziehung von Speichern in diesen Markt ist ein kleiner, aber wirkungsvoller Hebel, um unsere Investitionen in Erneuerbare noch besser zu nutzen.
Bei strategischem Wasserstoff ist Ehrlichkeit wichtig: Der Power-to-X-Markt befindet sich 2026 in einer anspruchsvollen Konsolidierungsphase, ein Großteil der weltweit angekündigten Kapazitäten hat noch keine gesicherte Finanzierung. Gerade deshalb ist die politische Flankierung entscheidend – und gerade deshalb lohnt es sich, dass Schleswig-Holstein seine bereits vorhandene Infrastruktur in Brunsbüttel (Ammoniak-Terminal, Wasserstoffkernnetz, Elektrolyseure) gezielt für heimische, strategisch bedeutsame Zwischenprodukte nutzt und mit der Speicherung in Kavernen strategisch weiter ausbaut.