- Vorsorge statt Freilandexperiment
CRISPR und andere neue Gentechniken greifen gezielt in das Erbgut ein. Langfristige Auswirkungen auf Ökosysteme und biologische Vielfalt sind nicht vollständig vorhersehbar – deshalb gilt das Vorsorgeprinzip. - Nicht jede Genveränderung ist harmlos
Auch wenn keine Fremd-DNA eingebaut wird, können durch neue Gentechniken Veränderungen entstehen, die mit konventioneller Züchtung nicht oder nur sehr schwer erreichbar wären. - Gentechnik löst die strukturellen Probleme der Landwirtschaft nicht
Klimawandel, Bodendegradation, Pestizideinsatz und Biodiversitätsverlust lassen sich nicht durch einzelne „Designer-Pflanzen“ lösen. Resilienz entsteht vor allem durch Vielfalt, Fruchtfolgen, gesunde Böden und agrarökologische Systeme. - Wahlfreiheit muss erhalten bleiben
Ohne Kennzeichnung, Rückverfolgbarkeit und Koexistenzregeln können Verbraucher*innen sowie ökologische und gentechnikfreie Betriebe ihre Wahlfreiheit verlieren. Kontaminationen lassen sich nicht einfach rückgängig machen. - Patente gefährden bäuerliche Unabhängigkeit
Neue Gentechnik kann die Patentierung von Saatgut und Pflanzen verstärken und damit die Abhängigkeit von wenigen Saatgutkonzernen erhöhen. Saatgutvielfalt und freier Zugang zu Züchtungsmaterial müssen geschützt werden
| Antrag Landtagswahlprogramm: | Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucher*innenschutz |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Uta Bergfeld (KV Schleswig-Flensburg) |
| Status: | Geprüft |
| Verfahrensvorschlag: | Modifizierte Übernahme |
| Eingereicht: | 02.10.2026, 12:34 |